{"id":1,"date":"2013-09-16T15:30:36","date_gmt":"2013-09-16T15:30:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.overdose-berlin.de\/?p=1"},"modified":"2014-12-01T11:10:48","modified_gmt":"2014-12-01T09:10:48","slug":"hallo-welt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.overdose-berlin.de\/?p=1","title":{"rendered":"Dosenfutter in Tempelhof"},"content":{"rendered":"<p>Von Edirh D\u00f6hring.<\/p>\n<p>\u201eK\u00fcchenbilder\u201c, \u201eLeibgericht\u201c, \u201eNarr mit Wurst\u201c \u2013 schon die Titel einige seiner fr\u00fcheren Ausstellungen lassen erkennen: Raimund Spierling liegen die Themen Nahrung und Essen am Herzen. Nun hat der K\u00fcnstler, der in Berlin-Tempelhof lebt und in D\u00fcsseldorf ein weiteres Atelier hat, mit dem Projekt \u201eOverdose\u201c dem Gegenstand seines Interesses eine neue Facette hinzugef\u00fcgt. Er kreiert \u00fcberdimensionale Lichtdosen f\u00fcr den Objektbereich.<\/p>\n<p>\u201eOverdose\u201c<br \/>\nWas ist \u201eOverdose\u201c? Gro\u00dfe, malerisch verfremdete Konservendosen werden zu Objekten im Au\u00dfenraum. Sie entstehen auf Basis von realen, teils exotischen, immer visuell besonders anregenden Konservendosenetiketten, die Spierling in der ganzen Welt sammelt. Gefundene Alltagsobjekte, Collage und \u00dcbermalung sind das Rezept f\u00fcr die attraktiven Unikate. Als so genannte \u201eReady-mades\u201c, also Alltagsobjekte des t\u00e4glichen Gebrauchs, die aus ihrer Umgebung herausgel\u00f6st und zum Kunstwerk wurden, bilden seine 80 cm hohen Dosen faszinierende farbige Kontrapunkte im oft grauen \u00f6ffentlichen Raum. Die Motive sind so vielf\u00e4ltig wie originell; auch ganz individuelle Objekte hat Spierling auf Wunsch bereits angefertigt. In Arbeit ist eine Luftbr\u00fccken-Overdose, gewidmet den Akteuren der Luftbr\u00fccke und den Menschen im Nachkriegsberlin, gestaltet anhand eines Originaldosenetiketts von 1948.<\/p>\n<p>K\u00fcnstlerisches Konzept \u2013 Truth or Lie?<br \/>\nDie Idee hinter dem Projekt ist durchaus gesellschaftskritisch. Schon vor \u00fcber 200 Jahren wurden hermetisch verschlossene Dosen zum Aufbewahren konservierter Lebensmittel verwendet. Sie sollten das Lebensmittel vor Umwelteinfl\u00fcssen sch\u00fctzen sowie wertvolle Vitamine und den vollen Geschmack erhalten. Ob Bohnen, Suppen, Champignons, Leberwurst oder Fertiggerichte \u2013 viele Lebensmittel fristen seitdem ihr Dasein in den Dosen mit den sch\u00f6nen bunten Etiketten. Doch was steckt tats\u00e4chlich im Dosenessen? Die bittere Erkenntnis: h\u00e4ufig wird der Verbraucher einmal mehr get\u00e4uscht und betrogen. Denn von den blendenden Versprechungen der Verpackung ist die Qualit\u00e4t des Inhalts meilenweit entfernt. Zermatscht und unappetitlich ist die Dosennahrung au\u00dferdem unbek\u00f6mmlichen Einfl\u00fcssen ausgesetzt, denn wie jede Verpackung gibt auch die Konservendose Schadstoffe ins F\u00fcllgut ab. Das sch\u00f6ne \u00c4u\u00dfere birgt \u2013 wie leider h\u00e4ufig \u2013 eine \u00dcberdosis Unliebsames. F\u00fcr dieses Thema will \u201eOverdose\u201c sensibilisieren.<\/p>\n<p>Termine<br \/>\n\u201eOverdose\u201c wird im Rahmen des Berliner Festival of Lights, 9. bis 20. Oktober 2013 zu sehen sein: im Skulpturengarten der Paulus-Gemeinde und im Garten des BMZ (Bundesministerium f\u00fcr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung). Au\u00dferdem auf den D\u00fcsseldorfer Kunstpunkten am 7.\/8. September 2013 und als Installation f\u00fcr die Galerie Peristyle im Park der Bonner Burg Lede. www.overdose-berlin.de<\/p>\n<p>Edith D\u00f6hring<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Edirh D\u00f6hring. \u201eK\u00fcchenbilder\u201c, \u201eLeibgericht\u201c, \u201eNarr mit Wurst\u201c \u2013 schon die Titel einige seiner fr\u00fcheren Ausstellungen lassen erkennen: Raimund Spierling liegen die Themen Nahrung und Essen am Herzen. Nun hat der K\u00fcnstler, der in Berlin-Tempelhof lebt und in D\u00fcsseldorf ein weiteres Atelier hat, mit dem Projekt \u201eOverdose\u201c dem Gegenstand seines Interesses eine neue Facette hinzugef\u00fcgt. [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-1","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.overdose-berlin.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.overdose-berlin.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.overdose-berlin.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.overdose-berlin.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.overdose-berlin.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.overdose-berlin.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":274,"href":"https:\/\/www.overdose-berlin.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1\/revisions\/274"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.overdose-berlin.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.overdose-berlin.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.overdose-berlin.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}